Der Kronengecko (Correlophus ciliatus)

Wie alles angefangen hat

Kronengecko 'Kolumbus'
Kronengecko 'Kolumbus'

Während meines zwei-monatigen Praktikums in der größten Reptilienzuchtstation der Schweiz, lernte ich nebst vielen anderen Geckoarten auch die Kronengeckos (Correlophus ciliatus) näher kennen.

Bei Kolumbus war es Liebe auf den ersten Blick. Sass der kleine Kerl doch während eines ganzen Nachmittages auf meiner Schulter und schaute mir bei meiner Arbeit zu. Ab und zu fütterte ich ihn mit etwas Trauben, die er genüsslich verspeiste. Ich hatte noch nie etwas Vergleichbares in der Hand. War das ein schönes Gefühl! Die Tiere haben im Gegensatz zu den Leos eine ganz weiche, samtene Haut. Aber nicht nur die Haut, auch die Füsse dieser Tiere sind absolut faszinierend. Sie haben nämlich sogenannte Lamellenfüsse, die aus Milliarden feinster Härchen bestehen und ihnen ermöglichen sogar Kopfüber an Glasscheiben zu gehen.

 

Für mich war klar, dass ich am Abend zusammen mit Kolumbus die Heimreise antreten würde und in Zukunft auch Kronengeckos zu unseren Zuchttieren zählen würden.

Auch die Herkunft und Haltung der Kronis ist spannend

Kronengecko 'Frieda'
Kronengecko 'Frieda'

Neukaledonien: eine Insel, östlich von Australien, etwa halb so groß wie die Schweiz. Lange Zeit galten die Kronengeckos als ausgestorben, bis 1994 einige Naturwissenschaftler wieder auf die Tiere stoßen. Ein Wahnsinnsfund! Seither werden die Tiere erfolgreich auf der ganzen Welt nachgezüchtet.

Die Kronengeckos sind wie die Leos auch dämmerungs- und nachtaktiv, was man sehr gut an den schlitzförmigen Pupillen sehen kann. Die Haltung dieser Tiere unterscheidet sich in einigen Punkten von den Leopardgeckos, trotzdem gilt auch ein Kroni als Anfängertier, vorausgesetzt man beachtet einige wichtige Dinge.  Ein Kronengecko braucht eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, viele echte Pflanzen und vor allem ein hohes Terrarium, in dem sie springen und klettern können. Mit ihren Lamellenfüssen haften sie auch an den Scheiben. Sogar am Schwanzende befinden sich solche Lamellen. In freier Natur allerdings haben sehr viele Kronengeckos keinen Schwanz mehr, da sie ihn sehr schnell abwerfen. Anders als bei den Leos bildet sich kein sogenanntes Regenerat sondern es bleibt ein Stummel.

Als Nahrung bevorzugt Correlophus Cilliatus vorwiegend Fruchtbrei und frische Früchte. Gerne jagt er zwischendurch aber auch Heimchen und Grillen. Auch Mehlwürmer verschmäht er nicht.

Vorsicht: Kronengecko-Fieber ist ansteckend

Kronengecko 'Emma'
Kronengecko 'Emma'

Wie die Wüstenterrarien der Leopardgeckos, haben auch die Dschungelterrarien für den Halter einen großen Reiz. Bei uns stehen die Dschungelterris im Schlafzimmer. Der Blick ins Grüne ist wunderschön und die Geckos darin faszinieren.

Kolumbus hat nach kurzer Zeit drei Freundinnen bekommen, die er zwar noch nicht persönlich kennen lernen durfte. Das muss warten bis im Frühling. Aber auch Emma, Paula und Frieda sind total lustige und herzige Tiere. An dieser Stelle herzlichen Dank an René Ziegner vom Exotenparadies in Österreich für seine wertvollen Tipps rund um den Kronengecko.

Nun warten wir gespannt auf die neue Zuchtsaison und hoffen euch im Frühling unsere ersten Kroni-babys zeigen zu dürfen. Aber Achtung: die meisten Geckofreunde können sich dem Bann dieser liebenswerten Kuschelechse* kaum entziehen!

Uns hat's gepackt: das Kronengeckofieber!

 

* Echsen sind nicht i.e.S. zum kuscheln da. Die Tiere brauchen keine menschliche Interaktion. Aber süss sind sie. 


Zuchttiere

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Leopardgeckos

Black Nights

Die Black Nights sind auch ein spannendes Projekt.